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Samstag, 31. Oktober 2026

Neu bei den Großen

Claude 5.5: Opus, Sonnet und Haiku, laut Anthropic je Aufgabe günstiger

Anthropic hat vom 22. September bis 7. Oktober 2026 Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 vorgestellt. Laut Hersteller sinken die Kosten je Aufgabe deutlich. Für Betriebe zählt, welches Modell im eigenen Werkzeug steckt.

22. September 2026 · Anthropic

Illustration: eigene Grafik, keine Fotografie.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung entworfen und von einer Person geprüft.

Was ist neu?

Anthropic hat seine Modellreihe 5.5 in drei Schritten vorgestellt. Die Leistungs- und Kostenangaben stammen vom Hersteller.

  • Opus 5.5 (22. September): das stärkste Modell der Reihe. Laut Anthropic erreicht es bei den meisten Aufgaben das Niveau von Claude Fable 5.1. Die Preise je Million Token sinken um 20 Prozent auf 4 US-Dollar für die Eingabe und 20 US-Dollar für die Ausgabe, das Lesen zwischengespeicherter Eingaben wird 60 Prozent billiger. Weil das Modell zudem sparsamer mit Token umgeht, soll eine typische Aufgabe rund 40 Prozent weniger kosten als mit Opus 5. Für Abonnenten der Claude-Apps sollen die Nutzungsgrenzen je fünf Stunden laut heise um 20 Prozent steigen.
  • Sonnet 5.5 (28. September): das Mittelklassemodell. Der Preis bleibt bei 2 und 10 US-Dollar je Million Token. Laut Anthropic arbeitet es aber mehr als 30 Prozent schneller als Sonnet 5 und kostet je Aufgabe bis zu 30 Prozent weniger, weil es weniger Token braucht.
  • Haiku 5.5 (7. Oktober): nach Herstellerangaben das schnellste und günstigste kleine Modell von Anthropic, gedacht für große Mengen wie Zusammenfassungen, Datenbankabfragen, Einordnen von Texten und Kundensupport. Bis 100.000 Token je Anfrage kostet es 0,10 US-Dollar Eingabe und 0,50 US-Dollar Ausgabe je Million Token, darüber 0,50 und 2,50 US-Dollar. Das sind 90 beziehungsweise 50 Prozent weniger als beim Vorgänger Haiku 4.5. heise weist darauf hin, dass der neue Tokenizer denselben Text in rund 30 Prozent mehr Token zerlegt; die echte Ersparnis fällt also kleiner aus.
  • Alle drei Modelle laufen über Anthropics eigene Plattform sowie über Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure.

Was heißt das für Ihren Betrieb?

Die meisten Betriebe rufen Sprachmodelle nicht direkt auf, sondern nutzen Chat-Apps, Schreibhelfer oder Branchensoftware mit KI. Für sie zählt zweierlei: Welche Claude-Version steckt im Werkzeug, und gibt der Anbieter sinkende Modellpreise weiter? Das entscheidet er, nicht Anthropic.

Wer selbst über die Schnittstelle (API) arbeitet oder eine Anwendung bauen lässt, profitiert direkt. Messen Sie dabei die Kosten je erledigter Aufgabe, nicht den Listenpreis je Token: Sonnet 5.5 kostet je Ein- und Ausgabe-Token so viel wie sein Vorgänger und ist trotzdem günstiger, Haiku 5.5 braucht dagegen mehr Token.

Die veröffentlichten Benchmarks sind Herstellerzahlen, überwiegend für Programmier- und Büroaufgaben. Anthropic schreibt selbst, dass Abstände auf diesem Niveau nur bedingt etwas über Unterschiede im Alltag verraten. Wie gut ein Modell Ihre Angebotstexte oder Kundenanfragen bearbeitet, zeigt nur ein Test mit Ihren eigenen Aufgaben.

Was Sie jetzt tun können

  • Notieren Sie, welche KI-Werkzeuge im Betrieb laufen und welches Modell jeweils dahintersteckt; das steht meist in den Einstellungen oder in der Produktbeschreibung.
  • Fragen Sie Ihren Softwareanbieter, ob er auf die 5.5-Modelle umstellt und ob sich Preise oder Nutzungsgrenzen ändern.
  • Vergleichen Sie vor einem Wechsel fünf typische Aufgaben mit altem und neuem Modell, mit erfundenen statt echten Kundendaten, und lassen Sie die Ergebnisse gegenlesen.

Quellen

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