Zum Inhalt springen

Nachrichten, Analysen und Hintergründe zur Künstlichen Intelligenz

Samstag, 31. Oktober 2026

KI-Tools

Gemini zeigt und bearbeitet erstellte Dateien jetzt direkt im Chat

Die Gemini-App zeigt Präsentationen, Tabellen, PDFs und Dokumente jetzt als Vorschau im Chat und lässt sie dort ändern. Das spart den Umweg über Herunterladen, Bearbeiten und erneutes Hochladen.

29. Oktober 2026 · Google

Illustration: eigene Grafik, keine Fotografie.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung entworfen und von einer Person geprüft.

Was ist neu?

Google hat am 29. Oktober 2026 angekündigt, dass die Gemini-App erzeugte Dateien nicht mehr nur ausgibt, sondern direkt im Chat als Vorschau anzeigt und dort bearbeiten lässt. Laut Digital Trends ließen sich Dateien bisher nur erzeugen und herunterladen.

  • Dateiarten: Präsentationsentwürfe, Tabellen, PDFs, Google Docs, LaTeX, Markdown, einfache Textdateien und Programmcode.
  • Bearbeiten: Sie können die Vorschau auf Vollbild vergrößern und selbst hineinschreiben, eine Textstelle markieren und Gemini dazu befragen oder sie umschreiben lassen. Per Anweisung lassen sich auch Ton und Aufbau etwa einer Präsentation ändern.
  • Weitergeben: Präsentationen lassen sich laut Workspace-Updates-Blog in Google Slides öffnen oder als PPTX und PDF herunterladen. Tabellen öffnen sich in Google Sheets, Dokumente und PDFs lassen sich in Google Drive ablegen.
  • Geräte: PDFs funktionieren im Browser und in der Mobil-App, alle anderen Formate vorerst nur im Browser.
  • Wer es bekommt: Nach Angaben von Google alle Kunden von Google Workspace, Abonnenten von Workspace Individual und Nutzer privater Google-Konten, in allen Sprachen, in denen die Gemini-App angeboten wird. Die Funktion ist laut Google sofort verfügbar. Einen eigenen Schalter für Administratoren gibt es nicht; sie hängt an den allgemeinen Einstellungen für die Gemini-App.

Was heißt das für Ihren Betrieb?

Wer Gemini schon für Entwürfe nutzt, spart Arbeitsschritte. Eine Präsentation für ein Kundengespräch, eine Tabelle als Aufgabenliste oder ein Merkblatt als PDF lassen sich im selben Fenster erstellen und nachbessern. Das hilft vor allem kleinen Teams ohne eigene Büro- oder Grafikunterstützung.

Zwei Grenzen bleiben. Auf dem Smartphone lassen sich nur PDFs bearbeiten. Und Word- oder Excel-Dateien nennt Google in der Ankündigung nicht unter den Formaten für die Vorschau. Wer überwiegend mit Microsoft Office arbeitet, sollte vor dem Einsatz testen, wie gut der Weg über PPTX oder PDF in den eigenen Ablauf passt.

Zu Datenschutz und Datenverarbeitung macht Google in den beiden Beiträgen keine eigenen Angaben für diese Funktion. Es gelten also die Bedingungen des Kontos, mit dem Sie Gemini nutzen.

Was Sie jetzt tun können

  • Eine wiederkehrende Unterlage, etwa die Firmenvorstellung als Präsentation, im Browser mit Gemini erzeugen und direkt im Chat nachbessern lassen.
  • Vor dem Versand prüfen, ob die Datei nach dem Export als PPTX oder in Google Slides sauber aussieht.
  • Klären, mit welchem Konto Ihr Team Gemini nutzt, und keine personenbezogenen Kundendaten in private Konten eingeben.
  • Als Administrator von Google Workspace nachsehen, ob die Gemini-App für Ihr Team freigegeben ist.

Quellen

Zurück zur Übersicht

Aktuelle Meldungen

  1. KI-Agenten: Was sie heute schon erledigen können und was nicht

    OpenAI, Google und Anthropic bieten Agenten an, die selbstständig recherchieren, Dateien erstellen und Webseiten bedienen; manches gibt es in Deutschland nicht. Alle warnen vor Prompt-Injection, das BSI rät zu möglichst wenigen Rechten.

  2. ChatGPT, Gemini, Claude: Wer liegt vorn? Es kommt auf die Aufgabe an

    Was die drei großen KI-Assistenten Ende Oktober 2026 kosten, welche Modelle darin stecken und wie sie mit Firmendaten umgehen. Einen Gesamtsieger gibt es nicht: Wer vorn liegt, hängt von der Aufgabe ab, und beim Datenschutz zählt vor allem der Tarif.

  3. Was mit Ihren Daten in KI-Chats passiert: die wichtigsten Einstellungen

    ChatGPT, Gemini, Claude und Microsoft Copilot: ob Eingaben ins Training fließen, wo man das abschaltet und wie lange gespeichert wird, Stand Ende Oktober 2026. Der größte Unterschied liegt zwischen privatem Konto und Geschäftstarif.

  4. KI am Telefon: Was Sprachassistenten heute können und was erlaubt ist

    Sprach-KI hört heute in Echtzeit zu, antwortet und lässt sich unterbrechen. Das reicht für Öffnungszeiten, Terminwünsche und Rückrufbitten. Pflicht sind ein KI-Hinweis, Datenschutzinformationen und für Mitschnitte eine Befugnis.

  5. KI-Begriffe einfach erklärt: Von Agent bis Token

    Zwölf Begriffe, die in jedem KI-Gespräch fallen, kurz und richtig erklärt: vom Sprachmodell über Token und Kontextfenster bis zu Prompt-Injection und KI-Kennzeichnung. Mit Quellen von BSI, EU-Kommission und Herstellern.

Alle Meldungen →