Zum Inhalt springen

Nachrichten, Analysen und Hintergründe zur Künstlichen Intelligenz

Samstag, 31. Oktober 2026

Neu bei den Großen

Claude-Tarife: Max 20x heißt jetzt Ultra, dazu Guthaben für die Schnittstelle

Anthropic hat seinen teuersten Einzeltarif in Ultra umbenannt; verifizierte Konten haben dort kein Fünf-Stunden-Limit mehr. Seit Oktober enthalten Max, Ultra und Team außerdem monatliches Guthaben für die Entwickler-Schnittstelle.

30. Oktober 2026 · Anthropic

Illustration: eigene Grafik, keine Fotografie.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung entworfen und von einer Person geprüft.

Was ist neu?

  • Anthropic hat am 30. Oktober 2026 seine teuren Einzeltarife umbenannt, berichtet Notebookcheck. Aus Max 20x wird Ultra, aus Max 5x wird schlicht Max. Bestehende Abos wechseln automatisch, die Preise bleiben: Auf der deutschen Preisseite kostet Max 90 Euro, Ultra 180 Euro im Monat, jeweils ohne Steuern (in den USA 100 und 200 US-Dollar). Ultra gibt es nur als Monatsabo; in den Handy-Apps kann der Preis abweichen.
  • Ultra bietet laut Hilfe-Center pro Woche das Zehnfache der Nutzung von Pro. Neu: Verifizierte Ultra-Konten haben kein Fünf-Stunden-Limit mehr. Die Prüfung läuft automatisch anhand von Konto- und Zahlungsverlauf. Ob Ihr Konto verifiziert ist, sehen Sie unter Einstellungen, Nutzung: Fehlt dort die Anzeige für die laufende Sitzung, ist es geschafft. Das Wochenlimit bleibt, für das Spitzenmodell Fable gilt ein eigenes.
  • Ultra ist ein Tarif für Einzelpersonen. Für Organisationen verweist Anthropic auf Team und Enterprise.
  • Bereits am 7. Oktober hat Anthropic für Max und Team ein monatliches Guthaben für die Claude-Schnittstelle (API) eingeführt; heute gilt es für Max, Ultra und Team. Max bekommt 100, Ultra 200 US-Dollar. Bei Team sind es 20 US-Dollar je Standard- und 100 je Premium-Platz, zusammen höchstens 500 US-Dollar im Monat. Free, Pro und Enterprise erhalten nichts.
  • Das Guthaben gilt für eigene Anwendungen über die API, für Claude Managed Agents und das Agent SDK. Es gilt nicht für das interaktive Claude Code und hebt die Nutzungslimits in den Claude-Apps nicht an. Nicht genutztes Guthaben verfällt am Ende jedes Abrechnungszeitraums.
  • Zum Einlösen verknüpft der Inhaber des Abos eine Organisation in der Claude Console. Das geht frühestens sieben Tage nach Abschluss. Jeder Tarif lässt sich nur mit einer Organisation verbinden, ändern kann das nur der Support.

Was heißt das für Ihren Betrieb?

Für die meisten Betriebe ändert die Umbenennung wenig. Wer allein mit Max 20x arbeitet, merkt vor allem den Wegfall des Fünf-Stunden-Limits, sobald das Konto verifiziert ist.

Spannender ist das Guthaben im Team-Tarif. Ein kleines Team kann damit eigene Abläufe über die Schnittstelle ausprobieren, etwa das Sortieren von Anfragen, ohne gleich eine eigene Abrechnung einzurichten. Weil das Guthaben monatlich verfällt, lohnt es sich nur, wenn es jemand wirklich nutzt.

Was Sie jetzt tun können

  • Im Konto nachsehen, welcher Tarif aktiv ist und ob API-Guthaben bereitsteht.
  • Im Team-Tarif: Die verknüpfte Console-Organisation mit Bedacht wählen, denn ein Wechsel geht nur über den Support.
  • Nicht nur wegen des fehlenden Fünf-Stunden-Limits auf Ultra wechseln. Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn Sie heute regelmäßig an Grenzen stoßen.

Quellen

Zurück zur Übersicht

Aktuelle Meldungen

  1. KI-Agenten: Was sie heute schon erledigen können und was nicht

    OpenAI, Google und Anthropic bieten Agenten an, die selbstständig recherchieren, Dateien erstellen und Webseiten bedienen; manches gibt es in Deutschland nicht. Alle warnen vor Prompt-Injection, das BSI rät zu möglichst wenigen Rechten.

  2. ChatGPT, Gemini, Claude: Wer liegt vorn? Es kommt auf die Aufgabe an

    Was die drei großen KI-Assistenten Ende Oktober 2026 kosten, welche Modelle darin stecken und wie sie mit Firmendaten umgehen. Einen Gesamtsieger gibt es nicht: Wer vorn liegt, hängt von der Aufgabe ab, und beim Datenschutz zählt vor allem der Tarif.

  3. Was mit Ihren Daten in KI-Chats passiert: die wichtigsten Einstellungen

    ChatGPT, Gemini, Claude und Microsoft Copilot: ob Eingaben ins Training fließen, wo man das abschaltet und wie lange gespeichert wird, Stand Ende Oktober 2026. Der größte Unterschied liegt zwischen privatem Konto und Geschäftstarif.

  4. KI am Telefon: Was Sprachassistenten heute können und was erlaubt ist

    Sprach-KI hört heute in Echtzeit zu, antwortet und lässt sich unterbrechen. Das reicht für Öffnungszeiten, Terminwünsche und Rückrufbitten. Pflicht sind ein KI-Hinweis, Datenschutzinformationen und für Mitschnitte eine Befugnis.

  5. KI-Begriffe einfach erklärt: Von Agent bis Token

    Zwölf Begriffe, die in jedem KI-Gespräch fallen, kurz und richtig erklärt: vom Sprachmodell über Token und Kontextfenster bis zu Prompt-Injection und KI-Kennzeichnung. Mit Quellen von BSI, EU-Kommission und Herstellern.

Alle Meldungen →