KI-Training ablehnen: Eine robots.txt-Regel soll für OpenAI und Microsoft gelten
OpenAI und Microsoft wollen ein gemeinsames Signal in der robots.txt beachten, mit dem Website-Betreiber das KI-Training mit ihren Inhalten ablehnen. Microsoft startet am 1. Februar 2027 und ersetzt alte Steuerbefehle, OpenAI nennt noch keinen Termin.
30. Oktober 2026
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung entworfen und von einer Person geprüft.
Was ist neu?
- Bisher mussten Website-Betreiber für jeden KI-Anbieter eigene Regeln in der Datei robots.txt pflegen. Am 30.10.2026 haben OpenAI und Microsoft angekündigt, ein gemeinsames Signal zu beachten. Damit lässt sich die Nutzung eigener Inhalte für das Training von KI-Modellen einmal für alle teilnehmenden Anbieter ablehnen.
- Grundlage ist ein Einzelentwurf, über den die Arbeitsgruppe AI Preferences der Internet-Standardisierungsorganisation IETF berät; ein fertiger Standard ist es noch nicht. In der robots.txt steht dafür statt eines Crawler-Namens der Eintrag „User-Agent: __usage_ai-training“, darunter „Disallow: /“ für die ganze Website oder einzelne Pfade.
- Wichtig: Eine allgemeine Regel für alle Bots („User-Agent: *“) gilt laut Entwurf ausdrücklich nicht als Widerspruch. Das Signal regelt nur die Nutzung, nicht das Abrufen der Seiten. Maßgeblich ist die robots.txt, die beim Abruf eines Inhalts galt.
- Microsoft beachtet die neue Einstellung ab 1. Februar 2027, sobald es Seiten neu abruft. Dazu kommen seitenweise Einstellungen per Meta-Tag, auch dafür, ob Inhalte als Quelle für KI-Antworten in Bing, Copilot und Microsoft 365 dienen dürfen. Die alten Befehle NoArchive und NoCache wertet Microsoft nach dem 1. März 2027 nicht mehr als Widerspruch. Auf die normale Bing-Suche hat das laut Microsoft keinen Einfluss.
- OpenAI will das Signal in den kommenden Monaten umsetzen und Einzelheiten nachreichen. Die bisherigen Regeln für OpenAIs Crawler gelten weiter.
- Laut dem Fachdienst PPC Land unterstützen auch Google (ab 2027) und Anthropic das Signal; den Entwurf hat ein Anthropic-Mitarbeiter verfasst.
Was heißt das für Ihren Betrieb?
Das betrifft jede Firma mit eigener Website. Ob Sie KI-Training mit Ihren Texten zulassen, ist eine Abwägung. Wer ablehnt, behält mehr Kontrolle über eigene Inhalte. Bei Microsoft lassen sich Training und Nutzung als Antwortquelle getrennt steuern; ein Verbot als Quelle senkt laut Microsoft die Sichtbarkeit der eigenen Marke in KI-Antworten. Microsoft stellt klar: „Neither choice guarantees inclusion, traffic, or payment.“
Ohne Eintrag gilt bei Microsoft „erlaubt“. Wer bei Bing bisher NoArchive oder NoCache nutzt, muss bis 1. März 2027 umstellen, sonst fallen die alten Einschränkungen weg. Ob ein solcher Widerspruch rechtlich genügt, um etwa Urheberrechte zu wahren, ist eine eigene Frage (Einordnung, keine Rechtsauskunft).
Was Sie jetzt tun können
- Die robots.txt Ihrer Website aufrufen (meist unter ihre-domain.de/robots.txt) und prüfen, was dort steht.
- Im Betrieb entscheiden, ob Sie KI-Training und die Nutzung als Antwortquelle zulassen wollen, und das dem Webdienstleister mitteilen.
- Wenn Sie NoArchive oder NoCache einsetzen: den Umstieg auf die neuen Einstellungen vor März 2027 einplanen.
Quellen
- OpenAI, Websites sollen ihre Präferenzen zum KI-Training leichter mitteilen können
- Microsoft Bing, Your content, your choice: clearer preferences for training and grounding
- IETF, Machine-Readable Training Preference Signal (Internet-Draft)
- PPC Land, Google, Microsoft, OpenAI and Anthropic back one AI training opt-out